Buchbestellung
Einheiten
Buchdruck I
Projektprüfung
Autor
Meine Meinung
Beispiel I
Buchdruck II
Workshops
Links
Klassenraum
Bausteine
Beispiel II
Linoldruck
Sitemap

 

Training für die „Projektprüfung“ am Ende der Hauptschule

 

Vom 25.-28.02.03 haben wir an unserer Schule eine PPp (Probe-Projektprüfung)für die SchülerInnen unserer beiden neunten Hauptschulklassen durchgeführt. Den Bericht über unseren PPPp (Probelauf für die Probe - Projektprüfung) ist über den bisherigen Zeitungsbericht hinaus etwas erweitert. Denn wir waren im Nachhinein froh darüber Berufspraktika als eine erste Gelegenheit zum Üben genutzt zu haben. Wer an seiner Schule die Gelegenheit dazu hat, etwa nach den Praktika im Frühjahr, sollte sie wahrnehmen.
Meine Kollegin und ich, als Klassenlehrkräfte, haben eine ausführliche Dokumentation über unserer PPp erstellt.
Zur Internet Version geht es hier:
Probelauf "Projektprüfung"

Praktikumspräsentation als Probelauf für Pp

Bereits nach den Sommerferien hatten wir uns, als Klassenlehrkräfte der Klassen 9a und b der Nibelungenschule Hofheim, dafür entschieden unsere Schülerinnen und Schülern ihre Erfahrungen aus einem Betriebspraktikum präsentieren zu lassen.

Zum Übungsfeld schien uns die Praktikumspräsentation deswegen besonders geeignet, weil den SchülerInnen die jeweils darzustellende Thematik des Praktikumsberufes und der Realität des Praktikums nach drei Wochen unmittelbar erfahrbar geworden war. Außerdem mussten sie sowieso einen ausführlichen Praktikumsbericht erstellen und konnten das dabei erarbeitete Text- und Bildmaterial für ihre Präsentation nutzen.

Schon im 6., 7. und 8. Schuljahr hatten die SchülerInnen, sie wurden damals noch in einer großen Klasse von mir geführt, Unterrichtsergebnisse in zwei Schülerbüchern und einer Ausstellung festgehalten und dies der Schulgemeinde bei zwei Klassenabenden und einer regionalen Ausstellung vorgestellt. Eine Reihe von Methoden Themen und Inhalte zu dokumentieren und zu präsentieren waren den Jugendlichen von daher zumindest bekannt, wenn auch nicht gänzlich geläufig.

Während des ersten Besuches der Klassenlehrkraft beim Praktikum vor den Herbstferien erhielten die SchülerInnen eine Anleitung (siehe Download unten) und es wurde besprochen, um was es ging. Sie sollten sich bereits in der Zeit des Praktikums Gedanken darüber machen.

Nach den Herbstferien hatte eine Schülerin der 9a ihre Arbeit fertig und fragte im Montagskreis nach, wann denn die Präsentation stattfände. Bei einer spontanen Umfrage des Klassenlehrers ließ sich daraufhin feststellen: Viele waren froh gewesen, dass sie ihren Praktikumsbericht vorlegen konnten und hatten sich mit der zusätzlichen Aufgabe erst gar nicht weiter beschäftigt. So musste das ganze Vorhaben erst wieder ins Bewusstsein geholt und letztendlich neu erklärt werden.

Nur einzelne SchülerInnen besaßen eine Vorstellung davon, wie sie ihr Praktikum eigentlich präsentieren könnten. In den darauf folgenden Wochen wurde jeweils der Fortschritt der Arbeit in den Arbeitslehrestunden mit dem Lehrer besprochen. Viele Jugendliche schoben die Arbeit vor sich her und äußerten, sie hätten “keinen Plan“, wie sie die Sache angehen könnten. Wir KlassenlehrerInnen stellten fest, dass wir den SchülerInnen wesentlich mehr aktive Unterstützung angedeihen lassen mussten, als zunächst gehofft. Ähnlich, wie es für die Projektprüfung vorgesehen ist, gaben wir den SchülerInnen schließlich ein Formblatt (siehe Download unten) aus, auf dem die Planung für die Präsentation festgehalten werden sollte. Wir legten außerdem einen Termin für die Abgabe fest. Einige SchülerInnen konkretisierten daraufhin ihre Inhalte und Vorgehensweise.

War zunächst von uns angedacht das zweite Praktikum vorstellen zu lassen, so ergab sich durch Nachfragen mehrerer Schülerinnen, die lieber das erste Praktikum vorstellen wollten, weil ihnen dies besser gefallen hatte oder leichter schien, diesbezüglich keine Festlegung zu treffen.

Letztlich lagen auch zum festgelegten Termin nicht alle Planungsblätter vor. Auch beim Besprechen derselben wurde deutlich, dass sich längst nicht alle über ihre Vorgehensweise im Klaren waren. So wurde Blatt für Blatt im Unterricht noch mal durchgesprochen und die/der KlassenlehrerIn gab wo nötig noch weitere Anregungen und Hinweise. An die erlebte Präsentation bei den erwähnten Klassenabenden wurde erinnert um das eine oder Andere anschaulich zu machen. Die ansprechende Gestaltung von Plakaten z. B. wurde nochmals deutlich gemacht.

Schließlich wurden der 11. und 12. Dezember als Präsentationstermine, die Schulaula als Ort und die Zusammensetzung der Jury, mit Schulleiter und den zwei KlassenlehrerInnen bekannt gegeben.

Knapp die Hälfte der SchülerInnen kam danach im Grunde erst mit ihrer Arbeit in Gang, als sie an einem Projekttag Gelegenheit hatten, ihre praktische Umsetzung anzugehen. ( Uns fällt es zum Glück relativ leicht Unterricht entsprechend umzuorganisieren, da wir im Lauf der Woche an manchen Tagen den morgendlichen Stundenplan als Klassenlehrer sowieso allein bestreiten.) Bei erwähnten SchülerInnen ging praktisch Planung und Erarbeitung ihrer Präsentation mit Hilfe des/der LehrerIn in einem vonstatten.

Selbst am Montag und Dienstag vor der Präsentation musste ich als Klassenlehrer für einige Jungen nach dem Unterricht noch einige Stunden anbieten um sie bei letzten Arbeiten zu betreuen.

Die eigentliche Präsentation vor der Jury und den Klassenkameraden war durchaus ansprechend. Der Schulleiter, der neben den beiden Klassenlehrkräften der Jury angehörte, war positiv überrascht von der Art und Weise, wie die beiden Klassen sich und ihre Praktika präsentierten. Er hatte die Vorbereitung nicht selbst miterlebt.  

Es steht anzunehmen, dass besonders hierbei die Erfahrungen der Jugendlichen mit Vorführungen vor größerem Publikum bei den vorausgegangenen Klassenabenden positive Auswirkungen hatten. Zudem hat es natürlich auch eine andere disziplinierende Wirkung, wenn gleich drei Lehrkräfte, der Schulleiter eingeschlossen, einem Vortrag zuhören. 

Zeitungsbericht und Bilder weiter unten enthalten einige Informationen zu der Präsentation selbst.

Zur Bewertung hatten wir uns Beobachtungsbögen (siehe Download unten) vorbereitet. Wobei es allerdings nicht einfach ist in Kürze den komplexen Vorgang des Vortrags und das, was an Beobachtungspunkten anzukreuzen ist, zusammen zu bringen. Jedes einzelne Kriterium hat für sich Ermessenspielraum wie auch die Gesamtbeurteilung. Für die Festlegung einer Note ist der Bogen eine grobe Hilfe mehr nicht. Wichtig ist natürlich der sachliche Meinungsaustausch der Jurymitglieder.

Wir hatten uns natürlich entschieden die MitschülerInnen der Präsentation beiwohnen zu lassen. Schließlich konnten alle dabei eine Menge voneinander lernen. Nach jedem Vortrag durften die zuschauenden Mitschülerinnen und Mitschüler ihre Kritik anbringen und ihre Noteneinschätzungen kundtun. Dies geschah in überraschend kompetenter und zutreffender Weise.

Wir freuten uns darüber, dass keine Leistung schlechter als befriedigend zu bewerten war. Dabei sei darauf hingewiesen, dass wir - anders als bei der Projektprüfung vorgesehen - keine Beurteilung der Vorbereitung vornahmen.

Lehrkräfte wie Schülerinnen und Schüler konnten so fruchtbare Erfahrungen für die Projektprüfung sammeln.

 

 

aus einem Zeitungsbericht

 

„Außen lege ich das Vorspeisemesser, in die Mitte das Fischmesser und innen das Hauptmesser, alle mit der Schneide zum Teller hin. Rechts vom Platzteller ruhen die Messer auf einem Messerbänkchen, damit sie nicht die Tischdecke beschmutzen.“

So referierte eine Neuntklässlerin die Feinheiten des Tischeindeckens während ihres gekonnten Vortrages über ihr erstes Betriebspraktikum in einem Lampertheimer Feinschmecker-Restaurant.

Wie ihre Mitschülerinnen und Mitschüler der Klassen 9a und 9b der Hauptschule präsentierte sie am 11. und 12. Dezember in der Aula der Hofheimer Nibelungenschule Ergebnisse eines ihrer beiden Betriebspraktika aus dem 8. oder 9. Schuljahr.

Diese Präsentation stellte praktisch ein Training für einen Probelauf dar. Sollen doch ab nächstem Schuljahr in Hessens Hauptschulen Abschlussprüfungen verbindlich werden. Voraussichtlich werden diese aus schriftlichen Prüfungen in Mathematik, Deutsch und Englisch, letzteres für einen so genannten qualifizierten Abschluss, sowie einer „Projektprüfung“ bestehen. Dabei sollen die Hauptschulabgänger in kleinen Gruppen ein selbst gewähltes Thema aufbereiten und präsentieren. Dessen selbstständige Planung, Durchführung und Präsentation durch die Jugendlichen wird von Lehrkräften beobachtet, beurteilt und bewertet. Ein entsprechendes Zertifikat soll Bestandteil des künftigen Hauptschulabschlusses sein.

Viele Lehrkräfte stehen der Einführung der konventionellen schriftlichen Abschlussprüfung durchaus kritisch gegenüber. Sie hätten sich statt dieser und der damit verbundenen "Projektprüfung" am Ende der Hauptschule eine sukzessive verbindliche Einführung von Projektarbeit ab der fünften Klasse mit allmählicher Vorbereitung der Schülerinnen und Schüler auf die, dann sinnvollen, Projektprüfung gewünscht. Allerdings ist davon auszugehen, dass das Kultusministerium in Wiesbaden Hauptschulabschlussprüfungen in der beschriebenen Weise für nächstes Schuljahr einführen wird.

Deswegen hatte die Hauptschulkonferenz der Nibelungenschule beschlossen einen Probedurchlauf der Abschlussprüfung in den diesjährigen neunten Klassen vorzunehmen. Dabei können vor allem die Lehrkräfte Erfahrungen sammeln.

Die KlassenlehrerInnen der Klasse 9a und hatten sich bereits nach den Sommerferien dafür entschieden ihren Schülerinnen und Schülern die Aufgabe zu stellen ihre Erfahrungen aus einem der beiden Betriebspraktika zu präsentieren. Dies passt sich hervorragend ein in die laufende fächerübergreifende Unterrichtseinheit „Wir nähern uns der Arbeitswelt“, deren handlungs- und produktausgerichtete Unterrichtsarbeit sowieso auf die Präsentation von Unterrichtsergebnissen am Ende angelegt ist. Meine Klassen stellten Unterrichtsergebnisse schon seit Jahren in Schülerbüchern und bei Klassenabenden vor.

Trotz dieser Vorübungen in den vorhergehenden Schuljahren und des sehr konkreten eigenen Erlebens während der zwei dreiwöchigen Betriebspraktika schafften nur einige der Neuntklässler und Neuntklässlerinnen ganz selbstständig ihre Präsentation zu planen und vorzubereiten. Für etliche waren doch Tipps, Unterstützung und Ansporn durch die Lehrkräfte erforderlich, bis das jeweilige Material zu Berufen und  Praktika entsprechend aufbereitet war.

Die eigentliche Präsentation vor der Jury und den Klassenkameraden konnte sich dann allerdings sehen lassen. Und es steht anzunehmen, dass hierbei die Vorführungen und Ausstellungen der Jugendlichen bei vorausgegangenen Klassenabenden sehr positive Auswirkungen hatten.

Einige Vorträge waren sehr gelungen. So berichteten zwei Mädchen gekonnt unter Einsatz von Bildfolien, Plakaten und praktischer Vorführung zum Eindecken von Tischen über die Berufe Restaurant – und Hotelfachfrau. Vier Mädchen stellten sehr anschaulichen den Beruf der Erzieherin mit Plakaten vor. Die Berufe Fertigungs- und Maschinenbaumechniker wurden anhand von Folien und Werkstücken aus dem Praktikum erklärt. Das Praktikum im Friseursalon wurde in einer Erzählung verpackt. Heizungs –und Lüftungsbauerpraktikanten benutzten etliche Rohre, Leitungen und Dichtungen zur Veranschaulichung ihrer Tätigkeiten. Rollenspiele verdeutlichten Ausschnitte aus dem Alltag von Krankenversicherungsangestellten, Reisebürokauffrauen, Floristin oder Einzelhandelskaufleuten. Weiterhin wurden auch die Berufe des Zimmerers, der Versicherungskauffrau, der Kauffrau im Tierfachgeschäft und des Kfz-Mechanikers mit Plakaten oder Folien dargestellt.

Nach jedem Vortrag konnten die zuschauenden Mitschülerinnen und Mitschüler ihre Kritik anbringen und ihre Noteneinschätzungen kundtun. Dies geschah in überraschend kompetenter und zutreffender Weise. Die Jury freute sich darüber, dass keine Leistung schlechter als befriedigend zu bewerten war.

Der Schulleiter , der neben den beiden Klassenlehrkräften der Jury angehörte, war positiv überrascht von der Art und Weise, wie die beiden Klassen sich und ihre Praktika präsentierten. Lehrkräfte wie Schülerinnen und Schüler konnten weitere wertvolle Erfahrungen für die kommende "Projektprüfung" sammeln.

oben

SchülerInnen präsentieren Praktikumsberuf und -erfahrungen

 

Frauke
Frauke stellt den Beruf der Hotelfachfrau vor.
Sigrid präsentiert den Beruf der Restaurantfachfrau.
Sigrid
Bilgen
Bilgen erzählt über ihr Praktikum als Erzieherin..
Tobias berichtet über den Beruf des Fertigungsmechanikers
Tobias
Daniel+Michael
Daniel und Michael veranschaulichen den Beruf des Heizungs- und Lüftungsbauers.
Svenja erprobte den Beruf der Versicherungskaufrau.
Svenja
Kevser+Natascha
Kevser und Natascha stellen den Beruf der Reisebürokauffrau vor.
Alexander berichtet vom Beruf des Zimmerers.
Alexander
Valea
Valea liest eine Geschichte vom Beruf Friseurin.
Jennifer, Bilgen und Kim probierten den Beruf der Erzieherin.
Jenny+Bilgen+Kim
Dennis
Dennis berichtet vom Beruf des Maschinenbaumechanikers.
Tamara erzählt vom Beruf der Pferdewirtin.
Tamara
René
Rene berichtet vom Beruf des Einzelhandelskaufmanns.
MitschülerInnen und Jury folgen interessiert den Vorträgen.
SchülerInnen + Jury
Dorothee
Dorothee eprobte den Beruf Tierarzthelferin.
Tamara und Denise probierten den Beruf der Floristin aus.
Tamara Denise
Florian
Florian berichtet vom Beruf des KFZ-Mechanikers.
Ina und Nadine im Rollenspiel als Versicherungskauffrau.
Ina Nadine
Ina Sandrine Nadine
Dazu kommt noch Sandrine .
Katharina erzählt vom Praktikum als Erzieherin.
Katharina
Timo
Timo war im Elektrofachmarkt als Einzelhandelskaufmann..
Andreas war Praktikant im Einzelhandel.
Andreas

oben

 

 

 

word-dokumente zum downloaden:

Schülerarbeitsblatt: Aufgabenstellung Präsentation Schülerarbeitsblatt: Beschreibung Präsentation x Formblatt: Auswertung der Präsentation