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-anders lernen mit HauptschülerInnen

 

Pädagogische Bausteine  ......von Bertram Schmitt

Bisherige pädagogische Arbeit

Seit 1979 unterrichte ich an der Nibelungenschule Lampertheim-Hofheim (GHS) Hauptschulklassen. Mit dem Aufbau und der Nutzung einer (Freinet) - Klassendruckerei (seit 1989/90) ergab sich das Bedürfnis zur Umgestaltung unseres Klassenraumes und einer veränderten Unterrichtsorganisation in meiner damaligen 7. Klasse.

Seitdem versuchte ich über alle fünf Jahrgangsstufen der Hauptschule die handlungs- und produktorientierte Umsetzung von fächerübergreifendem Unterricht ausgehend von Deutsch als Kernfach und erprobte verschiedene Formen von Arbeitsplänen und Möglichkeiten persönlichen und sozialen Lernens auf der Basis langjähriger gestaltpädagogischer Befassung. Trotz mancher Frustrationen erwuchs mir aus diesen Erfahrungen eine grundsätzlich positivere Einstellung zu meiner Arbeit als Lehrer.

Im Laufe der letzten Jahre konnte ich entsprechend Erfahrungen bei eigenen Versuchen innerer Reform von Unterricht in der Hauptschule sammeln. Die Quintessenz bezüglich Klassenlehrerbetreuung, Klassenraumgestaltung, Unterrichtsorganisation und - methodik, der Öffnung unterrichtlichen Arbeitens und der Darstellung seiner Ergebnisse nach Außen sind in folgenden Bausteinen zusammengefasst. Kurzstatements dazu: siehe Links unten:

 

  Klassenlehrerprinzip Vom Klassenraum zur Lernwerkstatt

Fächerübergreifender Unterricht

Selbstständiges Lernen
  Handlungsorientierung und Produktausrichtung Persönliches und Soziales Lernen Elternarbeit und Öffentlichkeitsarbeit Lernen in Projekten

Situation in der Schule

Seit Ende der neunziger des letzten Jahrtausends ist in der hessischen Bildungspolitik sehr viel passiert, was nicht nur die Hauptschullandschaft kräftig verändert hat:
Erarbeitung von Schulprogrammen, Aufstellung und Umsetzung von Evaluationsplänen, Einführung von Hauptschulabschlussprüfungen samt Projektprüfungen, Orientierungsarbeiten, Vergleichsarbeiten, Neugewichtung des Mathematikwettbewerbs, Aufstellung von strategischen Zielen, Aufstellung von Förderplänen, Budgetierung der Schulen, Pflicht zur Fortbildungsplanung, Schulinspektion, Umsetzung der Inklusion sind nur einige Stichworte.

Wie das Leben so spielt übernahm ich ausgerechnet zur Hochzeit all dieser Neuerungen das Amt des Konrektors und dann des Schulleiters unserer Schule. Seitdem stellten sich meine eigenen Versuche Hauptschule zu verändern in einem neuen Blickwinkel dar. So wie diese Website fast still stand, stand Vieles still, das mir bis dato pädagogisch sinnvoll und wichtig erschien.

Zunächst war der erwähnte Stillstand der Tatsache geschuldet, dass ich keine Zeit hatte. All diese in die Schule von Oben eingebrachte Projekte sollten eingeführt, umgesetzt und ausgewertet werden. Wo sollte da noch die Zeit herkommen - zumal mit Funktionsstelle - eigene umfängliche pädagogische Vorhaben mit SchülerInnen zu planen, durchzuführen und auszuwerten. Wie sie auf dieser Website für die letzten Jahre vielfältig beschrieben sind.

Aber, so könnte man einwenden. Vieles was mein hier dargestelltes Konzept ausmacht, passe doch durchaus in die gewünschte Weiterentwicklung von Schule und Hauptschule.

Neben der Zeitfrage gibt es für mich Zweifel, ob
dem wirklich so ist! Wenn Schule, nach Gesichtspunkten wirtschaftlichen Funktionierens (PISA - OECD) ausgerichtet wird, scheint mir fraglich, ob mein Unterrichtsansatz noch passt. Andererseits können wir dieser Entwicklung natürlich unsere pädagogischen Vorstellungen entgegensetzen.

Perspektiven nach der Schule

Seit Ende des Schuljahres 2014-15 bin ich in "Ruhestand" - somit habe ich die Möglichkeit mit zunehmender Dauer Schule mit einem gewissen Abstand von außen zu betrachten. Die Pflege der Website meiner Schule ist nicht mehr meine Aufgabe. Ergo kann ich mich meiner eigenen Website wieder verstärkt widmen und bin selber gespannt, wie sich das anlässt, wenn es um Schule als Werkstatt geht ...

Meine Lernwerkstatt "Der kleine Gutenberg" hat seit Januar 2016 den Betrieb aufgenommen. Gruppen und Einzelpersonen können selbst aktiv zu Setzern und Druckern werden. Sie können praktische Erfahrungen machen beim Handsatz und Druck von Texten mit beweglichen Lettern und beim Gestalten und Drucken von Bildern mit verschiedenen Techniken.

Eine sehr aktive Gruppe ist inzwischen beim offenen Workshop mittwochs von 16.00 bis 18.30 Uhr zugange.

Eine Klasse meiner "alten" Schule hat bereits das Angebot der Druckwerkstatt und eine von mir angebotene Stadtrallye durch Worms an einem Schulmorgen arbeitsteilig genutzt.

Eine
Hortgruppe der AWO war an zwei Nachmittagen zu einem Ferienprojekt.

Vom Rudi Stephan Gymnasium waren bereits mehrfach SchülerInnen der Klassen 5 und 6 des Ganztagsbereichs zum Drucken lernen in der Lernwerkstatt.

SchülerInnen der Neusatzschule in der Projektwoche zum 125 jährigen Jubiläum der Schule zu einem Workshop.

Spaß am Drucken hatten ebenso Kinder bei mehreren Kindergeburtstagen im DkG.

Offensichtlich geht der Ruhestand nicht ohne Arbeit ab - aber es ist viel Spaß dabei. So setzen sich meine Druck-Aktivitäten, wie auf dieser Website dargestellt, die mir und meinen SchülerInnen in der Zeit als Klassenlehrer in der Hauptschule viel Erfolgserlebnisse gebracht haben, in neuem Rahmen fort.

weitere Themen, die mir wichtig sind:
Werkstatt-HS
Solidarität
mit Flüchtlingen